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19. Juli 2010 / Heike Lorenz

Liquidität – Kennzahlen zur langfristigen Liquidität

Liquidität – Kennzahlen zur langfristigen Liquidität

Neben den Kennzahlen zur Bewertung der kurzfristigen Liquidität des Unternehmens gibt es natürlich auch jene, mit denen sich die langfristige Liquidität eines Unternehmens analysieren lässt.

Diese möchte ich im Folgenden kurz vorstellen, die jeweilige Berechnungsformel zeigen und ihre Aussage erläutern.

Kennzahlen zur langfristigen Liquidität

Die Analyse der langfristigen Liquidität dient der Ermittlung der Kreditwürdigkeit und langfristigen finanziellen Stabilität eines Unternehmens. Hierbei hilft es bestimmte Finanzierungsregeln einzuhalten:

  • Die Nutzungsdauer der Investitionsobjekte sollte der Frist der Finanzierungsmittel entsprechen.
  • Langfristig gebundenes Vermögen sollte durch langfristige Mittel finanziert sein.
  • Nach Möglichkeit sollte auch ein Teil des Umlaufvermögens, mindestens aber der durchschnittliche Vorratsbestand, langfristig finanziert sein. (Wobei die meisten Dienstleister ja kaum Vorräte haben…)

Die folgenden Kennzahlen bringen zum Ausdruck, inwieweit die Finanzierungsregeln tatsächlich eingehalten wurden. Je höher der Prozentsatz der Deckungsgrade, umso stabiler steht das Unternehmen finanziell da.

Man sollte jedoch in Bezug auf das eigene Unternehmen immer auch Branchenkennzahlen als Vergleich hinzu ziehen, um eine relevante Aussage treffen zu können.

Deckungsgrad 1 = Eigenkapital / Anlagevermögen x 100

Er erlaubt eine Aussage darüber, inwieweit der „Besitz des Unternehmens dem Unternehmen gehört“. Dieser Wert sollte zwischen 80% und 100% sein, ein Leben auf zuviel Pump ist auf Dauer gefährlich!

Deckungsgrad 2 = (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen x 100

Er ermittelt, ob die Finanzierung des Anlagevermögens langfristig gesichert ist. Dieser Wert sollte zwischen 100% und 120% sein, da ansonsten das Risiko eines kurzfristig drohenden Liquiditätsengpasses besteht. So könnte der Unternehmer bei Fälligkeit kurzfristiger Verbindlichkeiten in Zahlungsschwierigkeiten geraten, falls das Umlaufvermögen zur Deckung nicht ausreicht und das Anlagevermögen nicht so schnell liquidierbar ist.

Deckungsgrad 3 = (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / (Anlagevermögen + Vorräte) x 100

Diese Kennzahl gibt an, ob Anlagevermögen und Vorräte (bzw. langfristiges Umlaufvermögen) auch langfristig finanziert sind. Der Deckungsgrad 3 sollte rund 100% betragen, dann kann davon ausgegangen werden, dass das Unternehmen solide finanziert ist.

FAZIT: Sind diese Regeln eingehalten, besteht zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass das finanzielle Gleichgewicht des Unternehmens auch für die Zukunft gegeben ist.

Mehr Informationen

Mehr Infos findet ihr in den Kategorien „Liquidität“, „Finanzen“ und „Controlling“.

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Wer noch ein bisschen mehr lesen möchte, hier ein paar Vorschläge:

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